Zu den allgemeinen Vorüberlegungen vor der Anschaffung eines Hundes zählen: Es gibt Rassen, die sehr viel Bewegung brauchen, anderen wiederum reicht mehrmals täglich ein kurzer Spaziergang um den Block. Beispielsweise benötigen Podencos – reinrassige sowie auch Mischlinge – Huskys und Jagdhunde sehr lange Spaziergänge, so dass die für gehbehinderte Personen oder ältere Menschen nicht unbedingt geeignet sind.Gedanken vor der Anschaffung eines Hundes
Welche Hunderasse passt zu wem?
Unterschiedlicher Bewegungsdrang
Es gibt Hunderassen, die man durchaus am Fahrrad mit an der Leine führen oder mit zum Joggen nehmen kann. Hierzu zählen beispielsweise Golden Retriever, Labradore und Schäferhunde. Bei Berhardinern hingegen ist dies nicht empfehlenswert. Für sie empfehlen sich eher normale, längere Spaziergänge, die je doch nicht so lang ausgedehnt werden müssen wie etwa bei Podencos.
Die ideale Hundehaltung betrifft neben der Zeit für das Tier auch Aspekte wie die Platzverhältnisse Ihrer Wohnung und Auslaufmöglichkeiten in Ihrer Umgebung.
Grösserer Hund - längerer Auslauf
Ein Schäferhund braucht ganz andere Platzverhältnisse als ein Malteser. Falls Sie nur über eine kleine Stadtwohung ohne Garten verfügen, legen Sie sich besser einen kleinen Hund zu. Mit ihm sollten Sie täglich mindestens ein bis zwei Stunden spazieren gehen. Halten Sie sich einen mittelgrossen Hund in einer eher kleinen Stadtwohnung, wäre eine Ausführdauer von mindestens zwei bis drei Stunden ideal.
Für einen grossen Hund ist eine kleine Stadtwohnung ungeeignet. Optimal ist in diesem Fall ein Haus auf dem Land oder ein grosses Haus mit Garten in der Stadt. Auch dann benötigt ein grosser Hund täglich zwei bis drei Stunden Auslauf.
Die Grossstadt ist kein Hundeparadies
Stadtspaziergänge und verkehrsreiche Strassen sind für Hunde kein Vergnügen. Der Lärm, die Autos und Abgase der Grossstadt erschrecken den Vierbeiner. Auch das Laufen auf Asphalt und Betonplatten schadet dem Hund, weil dadurch seine Pfotenballen, Gelenke, Sehnen und Bänder beansprucht werden.
Wenn Sie also nicht auf dem Land wohnen, empfiehlt sich der Auslauf in einem Park, auf nicht asphaltierten Landwegen oder in einem nahegelegenen Waldstück.
Es ist jedoch auch ein Irrglaube, dass alle großen Rassen viel Bewegung brauchen und alle kleinen Hunde wenig. Es gibt auch kleine Hunderassen die sehr an ausgedehnten Spaziergängen interessiert sind wie beispielsweise Chihuahuas.
Es gibt Hunderassen, die am besten zu ebener Erde wohnen sollten und bei denen zumindest eine Terrasse oder ein kleiner Garten wünschenswert ist. Hierzu zählen unter anderem Bernhardiner, Bobtails und Berner Sennenhunde. Es ist nicht empfehlenswert, sich eine solche Rasse anzuschaffen, wenn man in einem Haus lebt, in dem das Tier viele Treppen steigen müsste. Hinzu kommen Praktikabilitätsgründe: Ein kleiner Dackel kann aufgrund seines geringen Gewichts im Falle einer Verletzung oder Erkrankung eher zum Auto getragen werden, um ihn zum Tierarzt zu bringen, als etwa ein Bernhardiner, Golden Retriever, Rottweiler oder Dobermann, die je nach Rasse bis zu 80 Kilo wiegen können. Gleichwohl macht es wenig Sinn, sich große Hunde anzuschaffen, wenn man in einer 30 Quadratmeter großen Ein-Zimmer-Wohnung lebt. Für große Rassen empfehlen sich natürlich ein Haus oder eine Wohnung mit mindestens 70 Quadratmetern Wohnfläche. Kleinere Rassen wie Chihuahua, Papillon oder Dackel fühlen sich auch in kleineren Wohnungen wohl.Voraussetzungen in Haus und Wohnung